Autor Wątek: Heike (John) Schlegel-Walpot - 19.06.1960  (Przeczytany 560 razy)

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Heike (John) Schlegel-Walpot - 19.06.1960
« dnia: Czerwca 20, 2024, 15:14 »
Heike Walpot została wyselekcjonowana przez Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. w ramach grupy DLR (1987).

1976 była członkiem niemieckiej kadry pływackiej na XXI Igrzyskach Olimpijskich w Montrealu.

1977 na Mistrzostwach Europy w Jönköping w Szwecji zdobyła brązowy medal w sztafecie 4 x 100 m stylem zmiennym, zajęła siódme miejsce na 100 m stylem grzbietowym i ósme miejsce na 100 m stylem grzbietowym.

1978 jako pierwsza niemiecka pływaczka przekroczyła granicę 5 minut w pływaniu indywidualnym na 400 metrów stylem zmiennym i po raz pierwszy na 200 metrów stylem grzbietowym poniżej 2m 20s.

W sumie w swojej karierze wzięła udział w ponad 50. międzynarodowych konkursach, ustanowiła 13 rekordów Niemiec, ośmiokrotnie była mistrzynią Niemiec i dziewięciokrotnie wicemistrzynią.

1987 uzyskała stopień doktora medycyny w Rheinisch-Westfalische Technische Hochschule na Uniwersytecie w Aachen.
 
1987 rozpoczęła pracę na oddziale anestezjologicznym Szpitala Uniwersyteckiego w Akwizgranie.

08.1987 została wybrana przez DLR jako jedna z astronautek do udziału w locie wahadłowca w ramach programu Spacelab-D2.

1988 została zatrudniona w ramach programu Hermes jako przedstawicielka Niemiec.

26.04.1993-06.05.1993 podczas lotu STS-55 Columbia w ramach programu Spacelab-D2 pracowała jako koordynator ds. komunikacji z załogą.

1995 opuściła korpus astronautów DLR.

07.1996 rozpoczęła pracę jako pilot i drugi pilot w Deutsche Lufthansa w samolotach Boeing 737 , a później Boeing 747.

Jej drugi związek małżeński został zawarty z Hansem Schlegelem.

https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2013/06/German_class_of_1987

http://www.spacefacts.de/bios/international/english/walpot_heike.htm
http://www.astronautix.com/w/walpot.html
https://www.worldspaceflight.com/bios/w/walpot-h.php

https://www.kozmo-data.sk/kozmonauti/walpot-heike.html
https://www.astronaut.ru/index/in_pers/11_014.htm

https://en.wikipedia.org/wiki/Heike_John
https://de.wikipedia.org/wiki/Heike_Walpot

https://www.olympedia.org/athletes/47683
https://www.junglekey.de/search.php?query=Heike+Walpot&type=image&lang=de&region=de&img=1&adv=1
https://dbpedia.org/page/Heike_John

https://www.munzinger.de/search/portrait/Heike+Walpot/0/18725.html
https://peoplepill.com/i/heike-walpot/

https://www.imago-images.de/fotos-bilder/heike-walpot
https://twitter.com/aisoffice/status/1008952340727107584
Cytuj
Congrats to Heike (John) Schelgel-Walpot BTD 1960. (1976) swimmer German Olympic team; selected 1987 (DLR-2) but did not fly in space. Candidate for Spacelab D2; (1993) STS-55  Capcom; (1995) retired active status; since 1996 has been a pilot with Deutsche Lufthansa.
« Ostatnia zmiana: Listopada 19, 2024, 21:45 wysłana przez Orionid »

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Odp: Heike (John) Schlegel-Walpot - 19.06.1960
« Odpowiedź #1 dnia: Czerwca 20, 2024, 15:14 »
Kosmiczne małżeństwa
http://www.collectspace.com/ubb/Forum38/HTML/000192.html
https://www.smithsonianmag.com/air-space-magazine/astro-couple-180968166/

Cytuj
Die Frau des Astronauten
Von ROLF-MICHAEL SIMON 14.02.2008, 22:45 Uhr

PERSÖNLICH. Heike Walpot: Olympia-Schwimmerin, Raumfahrtkandidatin, Lufthansa-Pilotin. Und mit Hans Schlegel verheiratet.

KÖLN. Die Lufthansa ist nicht wenig stolz auf sie, ist sie doch die einzige Pilotin der Airline, die eine Ausbildung zur Astronautin absolviert hat. Dabei war die Luft ursprünglich gar nicht das Element Heike Johns, so ihr Mädchennname. Die gebürtige Düsseldorferin zog es vielmehr ins - Wasser. Mit 16 Jahren startete sie als Schwimmerin für die deutsche Olympia-Mannschaft in Montre?al. Dann machte sie ihr Abitur und studierte Medizin an der jetzt zur Elite-Uni gekürten RWTH Aachen. Zur Elite zählte sie in gewisser Weise auch und immer schon. Absolvierte glänzend ihr Studium, promovierte zum "Dr. med." mit 26 und erfuhr im gleichen Jahr, dass Astronauten gesucht würden... - Angeblich machte ihr erster Ehemann sie darauf aufmerksam, der heutige ZDF-Korrespondent Luc Walpot.

Ihr Ziel: Eines Tages einen Jumbo-Jet fliegen

Heike Walpot, Schwimmerin, Ärztin, Forscherin, bewarb sich, setzte sich gegen über 300 Konkurrenten durch, schaffte es als Jüngste ins nur fünfköpfige Team für die deutsche D 2-Mission (Spacelab). Mit der Meteorologin Renate Brümmer sowie den Physikern Hans Schlegel, Gerhard Thiele und Ulrich Walter startete sie das Training. Hans Schlegel wurde später ihr zweiter Ehemann, nach dem Kennenlernen in der Schwerelosigkeit, quasi. Er schaffte es auch, 1993 mit der Raumfähre Columbia ins All zu fliegen. Mit an Bord damals Uli Walter, heute Professor an der TU München. Gerhard Thiele flog im Februar 2000 mit der Endeavour. Die beiden Astro-Kandidatinnen flogen - nicht.

Heike Walpot, den Namen behielt sie bei, fungierte 1993 beim Flug ihres Mannes als CapCom und führte vom Bodenkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen den Funkverkehr mit der Crew an Bord. Danach war für sie - allein betrachtet - Schluss mit der Raumfahrt.

Als Ehemann Hans nun zu seinem zweiten Raumflug startete, hatte sie ihm ein besonderes Maskottchen ins "Flug"-Gepäck gesteckt - eine Lufthansa-Kapitänsmütze als Symbol des gemeinsamen Faibles für die Fliegerei, inner- oder überhalb der Atmosphäre. Denn Heike Walpot startete eine zweite Karriere als Verkehrspilotin. Allerdings erst, nachdem sie vorher das weltweite Umweltprojekt GLOBE mit aufgebaut hatte.

Zur Astronautenausbildung hatte ein Pilotenschein gehört, so war der Weg ins Airline-Cockpit nicht mehr so schwierig. Zumal Heike Walpot "eine außergewöhnliche Begabung" für die Fliegerei bewies, wie sich ein Lufthansa-Captain erinnert, der für die Ausbildung zuständig war. Die Lufthansa nahm die verhinderte Raumfahrerin "mit Kusshand". Und so fliegt sie seit Jahren trotz allem - als "First Officer" auf einer Boeing 737. Ihr Ziel sei ein "Jumbo-Jet", lässt sie sich zitieren. Und: "Wenn man Interessen und Ziele hat - einfach machen und nicht darüber nachdenken, was die anderen denken." Wenn sie nicht durch Europa jettet, ist sie bei der vielköpfigen Familie, die seit Jahren ihren Erstwohnsitz im texanischen Houston hat, wo Ehemann Hans als Europas Chef-Astronaut im Johnson Space Center fungiert. (NRZ)
https://www.nrz.de/panorama/article1705680/die-frau-des-astronauten.html

Cytuj
Was müssen Astronautinnen können?
Aktualisiert am 12.04.2026 Stephanie von Selchow

Als Astronautin und Forscherin ins All, das will Insa Thiele-Eich. Über ihre Raumfahrt-Grundausbildung hat sie ein Kinderbuch geschrieben

chrismon: Frau Thiele-Eich, Sie und Suzanna Randall haben mit der Initiative "Die Astronautin" für die Reise ins Weltall trainiert. Warum haben Sie zusammen ein Erstlesebuch für ­Kinder ab 7 geschrieben?

Insa Thiele-Eich: Der Oetinger-Verlag ist auf uns zugekommen. Wir sollten unsere Geschichte erzählen und so auch für etwas mehr Vielfalt auf dem doch sehr männerdominierten Raumfahrttisch in Buchhandlungen sorgen. Kinder für die Raumfahrt zu begeistern, gehört in der gesamten Raumfahrtwelt dazu. Erst recht bei unserer Initiative "Die Astronautin", gegründet von der Raumfahrtingenieurin Claudia Kessler: Ihr Ziel war es, die erste deutsche Frau auf eine Wissenschaftsmission zur Raumstation ISS zu schicken.

Von rund 500 Astronauten weltweit waren 64 Frauen, aber eben keine Deutsche. In den 1980er Jahren haben zwei deutsche Frauen für die D-2-Mission trainiert, wie auch mein ­Vater Gerhard Thiele. Ausgewählt wurden dann aber weder Renate Brümmer noch ­Heike Walpot, und auch mein Vater bekam erst 2000 seine Chance. Warum, weiß ich nicht. Suzanna Randall und ich trainieren bei der Initiative "Die Astronautin", gegründet von der Raumfahrt­ingenieurin Claudia Kessler: Ihr Ziel ist es, die erste deutsche Frau auf eine Wissenschaftsmission zur Raumstation ISS zu schicken.

Was war Ihnen beim Schreiben besonders wichtig?

Wir wollten auf keinen Fall als ­Superheldinnen rüberkommen, also die Wonderwomen, die problemlos ins All entschwinden. Wir wollten klarmachen, dass wir lange nicht wussten, ob wir es überhaupt schaffen. Und dass wir auch Fehler gemacht haben, dass wir im Auswahlverfahren manchmal unsicher waren. 400 Frauen haben sich beworben, die alle sehr begabt sind. Ich freue mich jetzt noch, dass ich 2017 ausgewählt wurde. Aber wir zeigen auch, wie wir schon als Kinder auf die Wissenschaft und besonders auf das Weltall neugierig geworden sind. Dafür muss man – wie Suzanna beschreibt – auch nicht zwingend wahnsinnig gut in Mathe und Physik sein.

Warum erwähnen Sie in Ihrer Geschichte nicht, dass Ihr Vater auch Astronaut war?

Das ist nicht bewusst passiert. Er kommt bestimmt in einem der geplanten nächsten Bände auch mal vor. Ich hatte durch ihn ja das Privileg, in der sehr familiären Raumfahrtcommunity groß zu werden. Mein ­V­ater trainierte ab 1996 in Houston, Texas, für ­seine Mission mit dem Spaceshuttle. Dort waren Männer und Frauen, Väter und Mütter in meinem direkten Umfeld Astronauten und Astronautinnen. Es war einfach normal. Die Frage, ob man das als Mädchen kann, ist mir gar nicht in den Sinn gekommen.

Bis Sie nach Deutschland kamen.

Ja, hier hat bis jetzt kein Mädchen diese Erfahrung gemacht. Deshalb möchte ich ja so ­gerne etwas von der Selbstverständlichkeit, mit der ich groß geworden bin, an Mädchen und ­junge Frauen hierzulande weitergeben.

"Immer wieder wurde infrage gestellt, ob ich das kann"

                                                  Insa Thiele-Eich

Was für Vorurteile haben Sie erlebt?

In meinem ersten Interview wurde ich gefragt, ob ich nicht Angst hätte, wenn da nur Männer auf der Raumstation wären. Ich dachte erst, die Frage zielt auf die Angst vor dem Start. Aber es ging tatsächlich um sexuelle Übergriffe. Vollkommen abstrus! Es wurde auch immer wieder infrage gestellt, ob ich das überhaupt kann: ­Astronautin sein. Und ob ich es als Mutter überhaupt wollen sollte. Dass in Deutschland im 21. Jahr­hundert immer noch so gedacht wird, hat mich anfangs schockiert. Meistens kann ich drüber lachen. Aber manchmal erwischt es mich auch kalt. Dann ärgere ich mich.

Sie sind im Hauptberuf Meteorologin und Klimaforscherin an der Universität Bonn und auch Mutter von fünf Kindern. Hatten Sie für diese Kombination ein Vorbild?

Leider nicht. Ich hatte schon ein Kind, als ich noch Doktorandin war, und sollte mir eine Mentorin in meinem Fachbereich suchen. Ich suchte nach einer Professorin mit Kind. Aber die gab es nicht. Es gab einfach keine, auch nicht an anderen deutschen Universitäten. Das hat sich bis jetzt kaum geändert, sehr schade!

Wie sieht ein typischer Tag bei Ihnen aus?

Jeder Tag ist anders, das geht bei dem Pensum auch gar nicht anders. Mal überwiegt das Training, mal steht ein Projekt bei der Universität im Fokus. Zu Hause übernimmt mein Mann genauso viel Verantwortung für die Kinder und den Haushalt wie ich, sonst wäre es unmöglich. Es hilft aber auch, dass mir die Astronautinnen-Ausbildung riesigen Spaß macht.

Was zum Beispiel?

Tauchtraining. Für andere ist das ein Hobby. Aber gut, es ist ein bisschen anders, wenn man den Tauchschein bis zu einem ­bestimmten Termin haben muss, da muss man kreativ werden. Da kommen mein Mann und die Kinder am Nachmittag halt mit. Meine ­Töchter sind schwimmen gegangen, ich tauchen. Zwischendrin habe ich das Baby gestillt, und weil es oft spät wurde, sind die Kinder dann im Schlafanzug zurückgefahren. Flexibilität war von allen gefragt, aber das geht.

Aber Ihr Mann arbeitet doch auch Vollzeit?

Zu dem Zeitpunkt war mein Sohn erst vier Monate alt, und mein Mann war in Elternzeit. Sehr anstrengend war eine frühere Phase, in der mein Mann tagsüber in der Woche in Frankfurt bei seinem Arbeitgeber war. Aber das hat sich geändert, und er kann viel Homeoffice machen. Zwischendurch gibt es aber immer wieder Zeiten, in denen ich auch mal meine Stunden reduziere. Wir reagieren immer auf die aktuelle Lage. Es ist zwar anstrengend, aber nicht negativ anstrengend.

"Trainieren geht auch mit Schwangerschaft"

                                 Insa Thiele-Eich

Während Ihrer Astronautenausbildung wurden Sie 2018 schwanger. Was bedeutete das für Sie?

Irgendwann musste ich natürlich mit der Information rausrücken. Ich weiß noch, dass ich supernervös war. In meinem Umfeld war die erste Reaktion immer: "Ach, dann musst du jetzt bestimmt mit dem Training aufhören." Als ich es dann Claudia Kessler erzählt habe, hat sie sich aber echt und ehrlich gefreut – und zwar sofort, ich glaube, sie brauchte nicht einmal eine Schrecksekunde. Das hat mir viel gegeben. Letztendlich ließ sich das Training wunderbar mit der Schwangerschaft vereinbaren, ich musste mich nur mit dem Pilotinnenschein beeilen und das Tauchtraining in das Frühjahr 2019 schieben. Bei der nächsten Schwangerschaft war dann alles sehr unaufgeregt, hier musste nicht mal das Training verschoben werden – beim Höhlentraining war der Bauch noch klein genug.

Wie finden Ihre Töchter es, dass Sie ins All fliegen wollen?

Da ihr Opa ja auch schon Astronaut war, ist es gar nicht so besonders für sie. Opa war im All, Mama will auch, keine große Sache. Sie freuen sich, wenn sie bei Trainings mitkommen dürfen. Und meine ältere Tochter findet es total interessant, dass ich einen Tiktok-­Kanal habe.

Was gehört zu Ihrem Training?

Ein Basistraining bringt die Mitglieder im Astronautenkorps auf den gleichen Stand. Dazu gehören Tauchschein, Flugschein und eine theoretische Ausbildung – in Raumfahrt­technik, Astrophysik und Meteorologie. An­gefangen haben wir mit Parabelflügen bei der russischen Weltraumorganisation Roskosmos in Star City in der Nähe von Moskau.



Insa Thiele-­Eich und Suzanna Randall beschreiben, was sie trainieren, um Astronautin zu werden. Oetinger­ Verlag, 2021, 64 S., 8 Euro. Petra Eimer

Was ist ein Parabelflug?

Das Flugzeug fliegt Parabeln, kurz vorm Scheitelpunkt drosselt es die Geschwindigkeit und geht in eine Art Wurfbahn. In der Zeit ist man im Innenraum für etwa 20 Sekunden schwerelos. Davor und danach, beim Steig- und Sinkflug, fühlt man sich dafür doppelt so schwer wie sonst.

Wie fühlt sich Schwerelosigkeit an?

Kennen Sie das Gefühl, vor dem Einschlafen wegzusacken? So lässt sich der Übergang in die Schwerelosigkeit am ehesten beschreiben. Aber das Gefühl ist anders als alles, was wir kennen. Beim Tauchen schwebt man auch, aber man kann sich durch eigene Kraft vorwärtsbewegen. In der Schwerelosigkeit geht das nicht. Man ist herrlich leicht, aber es ist überraschend. Wir waren auch in der Humanzentrifuge, um zu erleben, wie sich ein Raketenstart anfühlt: Durch das schnelle Drehen der Kabine kann man die Kräfte simulieren, die beim Raketenstart auf den Körper einwirken. Auch das ist eine einzigartige Erfahrung.

Was macht Ihnen im Training weniger Spaß?

Wasser. Als ich schwanger war, habe ich gemerkt, dass ich mich fit halten muss, um das Training noch schaffen zu können. Meine Kinder hatten Schwimmunterricht, und ich habe dann immer am Laptop gearbeitet, statt selbst schwimmen zu gehen. Das konnte ich einfach nicht, redete ich mir ein.

Wirklich nicht?

Na ja, irgendwann kam mir die Idee, den Kindern nach deren Schwimmstunde eine Portion Pommes zu kaufen und selbst Unterricht zu nehmen. Ich musste üben, vor allem Kraulen. Spaß hat es zuerst nicht gemacht. Morgens ins kalte Wasser, schwanger, vor der Arbeit, na ja. Aber dann hab ich mir vorgenommen, diverse Schwimmabzeichen zu machen, um mich zu motivieren. Und schon bin ich sogar freiwillig bei Dienstreisen noch schnell ins Freibad, um meine Bahnen zu ziehen. Letztlich kann ich in allem etwas Neues, Spannendes entdecken.

Wo trainieren Sie noch?

Wir haben ein mehrtägiges Höhlen­training absolviert, wo wir Proben für Experimente nahmen. Da ist keine lebensfreundliche Umgebung, ein bisschen wie auf einer Raumstation. Wir schlafen dort auch, um die psychische Belastung zu trainieren. Da gibt es dann Tests, bei denen wir nicht genau wissen, was auf uns zukommt.

"Männer reagieren anders auf Schwerelosigkeit"

                                      Insa Thiele-Eich

Welche psychische Stabilität ist im Weltraum gefragt?

In Auswahlverfahren wird sehr viel Wert darauf gelegt, wie gut man sich selbst reflektieren kann. Auch in ­Konfliktsituationen, die ja auch simuliert werden. Man muss erkennen: Was genau stört mich gerade? Ist es ein Sachkonflikt oder ist es etwas Persönliches? Bin ich emotional getriggert, oder warum reagiere ich so? Das muss man schnell sortieren ­können. In der Raumfähre kann es im Extremfall ­lebensrettend sein, sich schnell wieder ­konzentrieren zu können. Zurzeit ist aber vor allem Ambiguitätstoleranz gefragt.

. . .  also Widersprüche auszuhalten.

Ich komme ja aus der Raumfahrt, deshalb war mir klar, dass unser erstes Ziel nicht klappen würde. Mal sehen, wann es letztlich so weit sein wird.

Was hilft dabei?

Dem Training mit Energie nachzugehen und sich auf keinen Fall zu sagen, das bringt doch eh alles nichts. Ich lerne so viel Spannendes, dass ich das ganz gut kann.

Auf welche Art von Mission im Weltraum haben Sie sich vorbereitet?

Eine Wissenschaftsmission von zehn bis 14 Tagen. Wir werden humanphysiologische Experimente machen. Aufgrund internationaler Datenschutzrichtlinien werden medizinische Daten nicht geteilt, das heißt: In Deutschland gibt es genau drei Datensätze zu Frauen in der Schwerelosigkeit. Männliche und weibliche Körper sind unterschiedlich, klar. Bei Männern verschlechtert sich die Sehkraft in der Schwerelosigkeit signifikant – bei Frauen wurde dieser Effekt noch nicht festgestellt. Wir untersuchen auch Auswirkungen auf Hormone, Blut, die Knochendichte. Und wir werden darauf achten, dass die gesamte ­Mission klimaneutral wird – das ist mir als Klimaforscherin besonders wichtig.

Juri Gagarin hat gesagt, er habe im Weltraum keinen Gott gefunden. Welchen großen ­Fragen sind Sie auf der Spur?

Warum sind wir hier? Die Frage bewegt mich wirklich. Ich bin gespannt, ob sich Erkenntnisse auftun, wenn ich die Erde mit eigenen Augen von oben sehe.

Können Sie sich vorstellen, dass Menschen eines Tages auf einem anderen Planeten ­leben werden?

Bestimmt, aber nicht auf einer Erde 2.0. Dafür gibt es wohl keinen Ersatz.

Warum brauchen wir Weltraumforschung?

Wenn man eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufmacht: Wegwerfwindeln sind eine Er­rungenschaft der Raumfahrt, aber auch ­einiges anderes, was wir jetzt ganz selbstverständlich benutzen. Laptops, Digitalkameras und Barcodes sind ja alle nicht mehr wegzudenken. Die enormen finanziellen Investitio­nen in die Raumfahrt lohnen sich also auch für uns auf der Erde. Außerdem arbeiten wir in einem internationalen Projekt. Das gemeinsame Interesse an Raumfahrt hat auch einen einzigartigen diplomatischen Charakter.
https://chrismon.de/artikel/52433/insa-thiele-eich-die-erste-deutsche-astronautin
« Ostatnia zmiana: Sierpnia 03, 2026, 23:41 wysłana przez Orionid »

Polskie Forum Astronautyczne

Odp: Heike (John) Schlegel-Walpot - 19.06.1960
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